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Kampf gegen Korruption: Deutscher Jurist Andrés Ritter wird neuer Chef der EU-Staatsanwaltschaft

Der deutsche Top-Jurist Andrés Ritter wird neuer Europäischer Generalstaatsanwalt. Das Europaparlament gab in Straßburg die finale Zustimmung zur Ern…

Fakten

  • Der deutsche Top-Jurist Andrés Ritter wird neuer Europäischer Generalstaatsanwalt.
  • Die finale Zustimmung zur Ernennung des 61-Jährigen in Straßburg gegeben wurde.
  • Die EU-Staatsanwaltschaft ist eine unabhängige Einrichtung der EU, die Straftaten zum Nachteil der finanziellen Interessen der Union untersucht, verfolgt und vor Gericht bringt.
  • Der Großteil des Schadens von rund 67 Milliarden Euro ist auf Zoll- und Mehrwertsteuerbetrug zurückzuführen.
  • 361 Fälle werden in Deutschland untersucht, mit einem geschätzten Schaden von knapp 5,8 Milliarden Euro.
  • Andrés Ritter wird den neuen Posten zum 1. November übernehmen.
  • Das siebenjährige Mandat der derzeitigen EU-Chefanklägerin Laura Kövesi endet.
  • Die Rumänin wurde 2019 zur ersten europäischen Generalstaatsanwältin ernannt worden.
  • Andrés Ritter sagte, es sei für ihn „überraschend und erschreckend“, dass das Phänomen des Zoll- und Mehrwertsteuerbetrugs in der EU so lange ignoriert worden sei.
  • Die Aufgabenbereiche der EUStA könnten in Zukunft ausgeweitet werden, zum Beispiel auf Ermittlungen zu Sanktionsumgehungen oder Umweltdelikten.
  • Die Stärke der EUStA liegt darin, dass sie Zusammenhänge, Strukturen und Hintermänner grenzüberschreitend erkennt.
  • Die Europäische Staatsanwaltschaft arbeitet an einer Rekordzahl von rund 3.600 aktiven Fällen.
  • Irland hat angekündigt, sich an der EUStA beteiligen zu wollen, ein konkreter Zeitpunkt stehe noch nicht fest.
  • In Ungarn wird ein Beitritt nur dann erwartet, wenn die rechtspopulistische Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban bei der Wahl im April abgewählt werden sollte.
  • In Dänemark verhindern derzeit nationalstaatliche Regeln einen Beitritt.
  • Die Ernennung Andrés Ritters wurde mit 435 Abstimmungen im Europäischen Parlament angenommen, 112 stimmten dagegen und 46 enthielten sich.
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