Belgern-Schildau: Kaputtes Spielgerät entfacht alte Konflikte
Die Diskussion über ein kaputtes Spielgerät im Schildauer Seebad hat die Grabenkämpfe zwischen Belgern und Schildau wieder angeschürt. Diesen Eindruc…
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Fakten
- Die Diskussion über ein kaputtes Spielgerät im Schildauer Seebad hat die Grabenkämpfe zwischen Belgern und Schildau wieder angeschürt.
- Lange Zeit galten die Verteilungskämpfe ums liebe Geld als verstummt.
- Der Spielplatz-TÜV hatte im Herbst vergangenen Jahres der alten Spiellandschaft seine Zustimmung versagt.
- Die Stadt hatte an dem 30 Jahre alten Gerät zuletzt repariert, was ging.
- Das Spielgerät wollte Bürgermeister Ingolf Gläser über Gelder aus der Leader-Gebietskulisse Sächsisches Zweistromland-Ostelbien bezuschussen lassen.
- Mit der nun folgenden Reaktion hatte Gläser nicht gerechnet.
- Moniert wurde nämlich von Belgeraner Seite, dass damit doch eigentlich eine Vereinbarung gebrochen werde, wonach der Einsatz des Regionalbudgets jährlich zwischen Belgern und Schildau wechseln sollle.
- Der Bürgermeister verwies jedoch auf die Dringlichkeit des Ersatzbaus in Schildau.
- Oder wolle man tatsächlich ein Seebad ohne Spielmöglichkeit?
- Sein Angebot: Im Belgeraner Bereich werde im kommenden und im übernächsten Jahr das Regionalbudget Verwendung finden.
- Zum 1. Januar 2013 waren trotz vieler kritischer Stimmen in der Bevölkerung die zuvor eigenständigen Städte Belgern und Schildau fusioniert.
- Doch auch 13 Jahre danach sind offensichtlich noch immer nicht alle von der Hochzeit überzeugt.
- Befeuert wurde jene Sichtweise zuletzt, als man sich im Rat darauf verständigte, mögliche Windkraftanlagen bei Schildau abzulehnen, im Bereich Belgern – wo bereits der Kiesabbau beheimatet ist und zudem große Photovoltaikparks geplant sind – aber Windkraftanlagen zuzulassen.
- Die Stadt liegt in Deutschland.