News
Ein Rostocker bringt alte Defa-Filme ins Riesaer Stadtteilhaus
Volker Martens öffnet die Filmrollendose. Er nimmt einen leichten Essiggeruch wahr. „Das ist nicht gut“, sagt er. Der Film hat angefangen, sich selbs…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Ein Rostocker bringt alte Defa-Filme ins Riesaer Stadtteilhaus
- Volker Martens öffnet die Filmrollendose und bemerkt einen leichten Essiggeruch
- Der Film hat begonnen, sich selbst zu löschen
- Diesen Prozess kann man nicht aufhalten, höchstens verlangsamen
- Viele Privatfilme, die in den 1970er- und 1980er-Jahren gedreht wurden, erleiden das gleiche Schicksal
- Besser sei es, sie in einem dunklen Keller bei anhaltend gleicher Temperatur aufzubewahren
- Volker Martens kennt sich mit alten Filmrollen aus. Sie sind sein Hobby.
- Er erinnert sich noch gut daran, wie er die Kurzfilm 'Kämpfende Kunst' zum ersten Mal 2009 im Peter-Weiß-Haus in seiner Geburtsstadt Rostock aufführte
- Für Volker Martens ist dieser Film 'kein schlimmes Machwerk', sondern eher Zeitgeschichte.
- Er erinnert sich noch gut daran, wie er den Film 'Der Untertan' (1951) zum ersten Mal bezog und ihn für 250 Euro kaufte
- Mit diesem Schwarz-Weiß-Klassiker will er am 21. März eine neue Reihe im Stadtteilhaus Gröba starten.
- Er ist selbst gespannt darauf, welches Publikum sich angesprochen fühlt.
- Dass es Spielfilme aus der DDR sind, könnte möglicherweise die ältere Generation anziehen.
- Aber aus seinen Erfahrungen bei anderen Vorführungen in Leipzig und an der Müritz weiß er, dass sich auch junge Zuschauer für Defa-Filme interessieren.
- Martens Erfolgsrezept ist, dass er nicht nur die Filme zeigt, sondern auch einiges über ihre Entstehung und die Schauspieler weiß.
- Vor jedem Spielfilm soll auch ein Kurzfilm gezeigt werden.
- Dieser muss nicht unbedingt aus Babelsberg stammen.
- Auch kleine Dokumentationen aus dem Westen über den Osten sind vorgesehen.
- Die meisten blickten wohlwollend auf das Leben im früheren Arbeiter- und Bauernstaat, verrät Martens.
- Für die Filmabende soll der Versammlungsraum im Erdgeschoss des Stadtteilhauses benutzt werden, damit auch Rollstuhlfahrer teilnehmen können.
- Zusätzlich erhält er feuerfeste und tonschluckende Molton-Vorhänge, um die Raumakustik zu verbessern.