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„Ohne Zugang zum eigenen Leben bleiben Freundschaften langweilig“
Seit ein paar Jahren sieht Wolfgang Krüger es zunehmend häufiger in seiner Psychotherapie-Praxis in Berlin-Charlottenburg: Menschen, die wegen Schlaf…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Ohne Zugang zum eigenen Leben bleiben Freundschaften langweilig
- In Deutschland ist die Zahl der Menschen, die wegen Schlafstörungen Hilfe bei Wolfgang Krüger suchen, zunehmend häufiger
- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass jeder sechste Mensch weltweit Einsamkeit betroffen ist
- In Deutschland gibt es etwa 871.000 Todesfälle pro Jahr, die auf soziale Isolation zurückzuführen sind
- Elterliche Wärme in der Kindheit, Freundschaften oder gesellschaftliches Engagement können das Leben verlängern
- Die sozialen Vorteile von Freundschaften können auch die 'epigenetische Uhr' zurückdrehen
- Wolfgang Krüger sieht in der gesellschaftlichen Stimmung eine zentrale Ursache für die zunehmende Isolation
- In den Siebzigerjahren war es anders und man hat unbekümmerten Kontakt hergestellt und ausprobiert
- Die Unbekümmertheit der Siebzigerjahre als Befreiung von einer vorsichtigen Stimmung der Nachkriegszeit
- Der Leitspruch meiner Eltern war: Was sagen die Nachbarn?
- Aktuell fallen wir in diese alten Zeiten von Vorsicht, den anderen als möglichen Feind erlebend zurück
- Wer erfüllende soziale Kontakte hat, kann damit das Leben verlängern
- Elterliche Wärme in der Kindheit, Freundschaften oder gesellschaftliches Engagement können die biologischen Alterungsprozesse verlangsamen
- Die sozialen Vorteile von Freundschaften sind auch die 'epigenetische Uhr' zurückzudrehen
- Wolfgang Krüger rät den Menschen, gezielt ihre Selbstachtung zu stärken
- Er empfiehlt, drei positive Eigenschaften von sich aufzuschreiben oder andere zu fragen, warum sie gemocht werden
- Wenn man das Gefühl hat, dass man für den anderen eine Bereicherung ist, würde man öfter Kontakt herstellen
- Die meisten Menschen glauben jedoch, dass sie ein Störfaktor sind
- Eigene Erfahrungen zu reflektieren, um sich selbst und andere besser zu verstehen
- Anna Schneider sagt, dass Vertrauen und das Gefühl, füreinander da zu sein, weiterhin zentral für Freundschaften ist
- Die Art zu kommunizieren hat sich verändert, aber Vertrauen bleibt wichtig
- Soziale Netzwerke haben sowohl positive als auch negative Effekte
- Die Erfolgsmodelle von Freundschaften, die bei Instagram und Co. präsentiert werden, können auch die Angst zu scheitern schüren
- Wenn man einsam ist, kann man leicht einen negativen Wahrnehmungsstil entwickeln und sei empfindlicher für Anzeichen von Ablehnung
- Wer durch den Feed scrollt und das Leben anderer bloß passiv konsumiere, steigert damit sein Einsamkeitsgefühl noch
- Aber wenn man aktiv kommuniziert, verringert es das Gefühl der Isolation
- Digitale Kommunikationskanäle bieten sozial ängstlichen Menschen die Möglichkeit, sich erst mal auszuprobieren – ohne die Angst, vor aller Augen zu scheitern
- Auf andere zuzugehen ist einfacher als viele denken
- Zu sagen 'Das Wetter ist besser geworden, als man heute früh dachte' reicht oft schon
- Es brauche keine Riesenprogramme, nur eine gewisse 'Ausdauer und Unbekümmertheit'
- Wolfgang Krüger sagt, dass wirklich enge Freundschaften etwa 20 Versuche erfordern
- In Herzensfreundschaften sind wir sogar anspruchsvoller als in der Partnerschaft
- Wie eng der Kontakt dann wird, entscheidet sich bei den ersten Treffen
- Man bietet dem anderen Spielmaterial, erzählt Dinge, die persönlich sind, aber nicht so richtig
- Wenn der andere eher schwermütig ist, während man selbst heiter aufs Leben blickt, stuft man den anderen subtil herab
- Enge Freundschaften haben man aber nicht mehr als drei
- Für Herzensfreundschaften gilt, dass man über nahezu alles reden kann, sich auf den anderen absolut verlassen kann und man sich verstanden fühlt
- Die 'Alltagsfreundschaften' erkenne man etwa auch daran, dass man auf die Frage 'Wie geht's?' sofort mit 'gut' antwortet
- Das Geheimnis von Freundschaften ist ein großes Interesse daran, wie es dem anderen geht
- Dafür muss man sich selbst besser verstehen
- Was sind meine Hoffnungen, was sind meine Ängste? Das zu wissen ist der Resonanzboden dafür, wie interessant meine Fragen sind
- Wenn man keinen Zugang zum eigenen Leben hat, werden Freundschaften immer langweilig bleiben
- Dann rede nur über Oberflächlichkeiten – Wetter, Geld, Reisen – aber nicht über die entscheidenden Lebensfragen
- Die größte Gefahr sei, dass Freundschaften nebensächlich werden
- Freundschaften sind manchmal nicht so spektakulär oder drängend wie Partnerschaften
- Je älter man wird und je krisenhafter die Zeit, desto mehr steigt das Sicherheitsbedürfnis
- Wer auf Sicherheit setzt, bricht aber auch schneller Kontakte ab
- Es sei wichtig, sich selbst immer wieder daran zu erinnern, nicht zu kritisch auf Freundschaften zu schauen – besonders in Krisenzeiten wie jetzt
- Berlin-Charlottenburg ist die Location, an der Wolfgang Krüger seine Psychotherapie-Praxis betreibt
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