None

Erster Mafia-Prozess im Osten: Gericht in Erfurt verhandelt gegen mutmaßliche ’Ndrangheta-Mitglieder

Im Saal 002 des Landgerichts Erfurt sind die Vorhänge zugezogen. Sämtliche Fenster sind verdunkelt – eine der vielen Sicherheitsvorkehrungen in einem…

Fakten

  • Der erste Mafia-Prozess gegen mutmaßliche 'Ndrangheta-Mitglieder ist in Erfurt verhandelt.
  • Die 'Ndrangheta ist eine der mächtigsten Verbrechernetzwerke der Welt, die aus Kalabrien stammt.
  • Der Angeklagte Francesco P. stammt aus Locri, einer kleinen Stadt in Kalabrien, unweit der Mafia-Hochburg San Luca.
  • Die 'Ndrangheta soll in Thüringen und Sachsen aktiv sein sollen.
  • Francesco P. soll an der Organisation von Kokaintransporten aus Südamerika über die Niederlande nach Thüringen beteiligt gewesen sein.
  • Der Vorwurf lautet ein kiloweises Handel mit Kokain.
  • Die 'Ndrangheta ist eine ambivalente Organisation, die sowohl strukturkonservativ als auch flexibel und anpassungsfähig ist.
  • Es gibt in Deutschland bis zu 20 solcher Locali der 'Ndrangheta, was rund 1000 mutmaßliche Mafia-Mitglieder bedeuten könnte.
  • Die 'Ndrangheta soll in Sachsen, Thüringen, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Rheinland-Pfalz aktiv sein sollen.
  • Der erste Prozess wegen mutmaßlicher Mitgliedschaft in der 'Ndrangheta läuft vor einem ostdeutschen Gericht.