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Chajim Grosser: Rückkehr nach Meißen und Kindheit in Kriegszeiten

Chajim Großer steht auf dem Heinrichsplatz in Meißen. Ein kleiner Mann mit Schiebermütze und rotem Schal. Eine Stofftragetasche hängt über seiner Sch…

Fakten

  • Chajim Grosser steht auf dem Heinrichsplatz in Meißen
  • Er ist Jude und kam am 22. Februar 1941 in Meißen zur Welt
  • Sein Vater war im Krieg als Kartograf
  • Seine Mutter arbeitete in der Blechverpackung Meißen
  • Sie mussten stets leise sein, durften abends kein Licht anschalten
  • Er durfte weder herumspringen noch rennen
  • Die Mutter hat ihr Kind schützen wollen – vor einer möglichen Deportation durch die Nazis
  • Der Vater fand das Vorgehen korrekt, der Rest der Familie nicht
  • Dass sein Vater SA-Mitglied war, erfuhr er auch
  • Im Winter 1944/45 schiebt jemand einen Zettel unter der Wohnungstür durch: 'Ihr müsst weg'
  • Er kam bei Bekannten in der Weinböhlaer Straße (heute: Herbert-Böhme-Straße) unter
  • Gegen Kriegsende kehrten Mutter und Sohn in ihre Wohnung zurück
  • Die nächsten 80 Jahre führt Chajim Grosser ein bewegtes Leben – mit vielen Höhen und Tiefen
  • Er macht eine Ausbildung in der Manufaktur als Kunstporzellandreher
  • Er wird Mitglied der jüdischen Gemeinde und lernt Hebräisch
  • Er arbeitet als Lebenskunde-Lehrer und später als Deutsch- und Philosophie-Lehrer in Berlin
  • Vor ein paar Jahren knüpfte er Kontakte in seine Geburtsstadt
  • Chajim Grosser ist niemand, der andere Leute belehrt oder Mitleid will: 'Leiden ist kein Verdienst'
  • Er arbeitet an einem Roman über die Pogrome im 14. Jahrhundert