None

Innovative Kälberiglus in Jeßnitz: Gesunde Aufzucht durch optimales Mikroklima

Die Sonne scheint, das Stroh ist golden, die Tierwirte kümmern sich um Futter und Wasser. Was könnte Kälbern Besseres passieren, als ihre ersten Tage…

Fakten

  • Die Sonne scheint, das Stroh ist golden, die Tierwirte kümmern sich um Futter und Wasser.
  • In der Milchviehanlage des Landwirtschaftsbetriebes Gröbner in Jeßnitz ist das möglich.
  • Vier Kälberiglus aus UV-beständigem Kunststoff bieten in den ersten Lebenswochen beste Haltungsbedingungen.
  • Die Vorteile erklärt Anlagenleiterin Ivonne Böhle: „In den Iglus herrscht ein Mikroklima. Deshalb machen es sich die Kälber unter der kugelförmigen Schutzhütte bequem."
  • Die Tiere fühlen sich wohl, egal, wie kalt es ist.
  • Durch den Aufenthalt im Freien haben die Kälbchen kaum Lungenentzündungen oder Durchfall.
  • Die Iglus ermöglichen eine Aufzucht in kleinen Gruppen.
  • Die Mütter befinden sich ganz in der Nähe in der großen Milchviehanlage.
  • Das Kolostrum, das in den ersten Tagen nach der Geburt von der Kuh gebildet wird, ist lebensnotwendig für die Kälbchen.
  • Kolostrum ist die Milch, die in den ersten Tagen nach der Geburt von der Kuh gebildet wird.
  • Die Mutterkühe werden wie die Milchkühe vom Roboter gemolken.
  • Dieser erkennt, nach einer entsprechenden Programmierung, dass es sich um die Erstmilch handelt, und separiert diese.
  • Sie wird dann den Kälbchen in einem Eimer gebracht.
  • Bereits ab der ersten Woche bekommt der Nachwuchs Wasser, Müsli und Heu.
  • Einige Tage später gibt es Stroh-TMR und danach eine „Kälberration“. Der mechanische Reiz aus dem Grobfutter führt zum Größenwachstum des Pansens, die Stärke aus dem Kraftfutter fördert die Pansenzotten.
  • Die Ausbildung des Pansen, also des Magens, sei wichtig, so Ivonne Böhle.
  • Denn wenn die Kälbchen zur Welt kommen, haben sie keinen ausgebildeten Pansen. Eine Folge davon ist, dass sie frieren.
  • Deshalb bekommen sie auch in den ersten zwei bis drei Wochen bei niedrigen Temperaturen eine Decke um.
  • Die Bullen- und Kuhkälber sind getrennt untergebracht.
  • Das erleichtert den Verkauf, da die Tiere nicht vorher getrennt werden müssen, so die Leiterin der Milchviehanlage.
  • Die Bullenkälbchen werden nach etwa vier Wochen zur Mast verkauft.
  • Die Kuhkälbchen hingegen kommen nach 14 bis 18 Tagen in den Kuhstall nach Mockritz und werden dort großgezogen.
  • Die meisten Tiere bleiben bei uns. In diesem Jahr sind vor allem viele weibliche Kälbchen zur Welt gekommen.
  • Fast täglich begrüßen die Tierwirte Nachwuchs.
  • 40 bis 50 Tiere sind es in jedem Monat.
  • Die meisten Kälbchen kommen ohne Hilfe zur Welt.
  • Damit es den werdenden Mütterkühen, auch gut geht, werden sie sechs bis acht Wochen vor der Geburt auf Stroh gelegt und nicht mehr gemolken.
  • Dann schicken wir die Kühe sozusagen in den Urlaub, so Ivonne Böhle.
  • Überhaupt wird in der modernen Milchviehanlage auf das Tierwohl geachtet.
  • Die Fütterung erfolgt automatisch, das Melken übernehmen Roboter und das Entmisten eine GEA-Entmistungsanlage.
  • Der Mist kommt zur Düngung auf das Feld.
  • Die Gröbner Landwirtschaft verfüttert nur selbst angebautes beziehungsweise hergestelltes Futter.
  • Jeßnitz
  • Die Milchviehanlage des Landwirtschaftsbetriebes Gröbner in Jeßnitz