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„Die beste Chance seit 47 Jahren“: Iranisch-kurdische Kämpfer planen Offensive gegen Regime in Teheran

Die iranische Freiheitspartei Kurdistans (PAK) ist in einer vornehmen Villa im Zentrum Erbils untergebracht, der Hauptstadt der Autonomen Kurdenregio…

Fakten

  • Die iranische Freiheitspartei Kurdistans (PAK) ist in einer vornehmen Villa im Zentrum Erbils untergebracht, der Hauptstadt der Autonomen Kurdenregion im Irak.
  • Die PAK gehört zu einem Bündnis von sechs iranisch-kurdischen Parteien, die sich trotz ideologischer Differenzen zusammengeschlossen haben.
  • Das Ziel, das sie eint: der Sturz des Regimes in Teheran und mehr Rechte für die Kurden im Iran.
  • Die USA und Israel könnten ihre Verbände als Bodentruppen einsetzen – wie schon im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).
  • Der Sender CNN berichtete über angebliche Pläne des US-Geheimdienstes CIA, die Gruppen aufzurüsten.
  • Vor einer Bodenoperation muss eine Flugverbotszone eingerichtet werden, damit die iranische Luftwaffe nicht mehr zum Einsatz kommen kann.
  • Die Kurden-Koalition arbeitet unterdessen an ihren militärischen Plänen und teilt Operationsgebiete im Iran unter den Parteien auf.
  • Man stehe dabei in Kontakt mit den Amerikanern und den Israelis.
  • „Sie haben uns gesagt, dass sie uns unterstützen werden, aber nicht erklärt, wie diese Unterstützung aussehen wird“, sagt Kani Sanani.
  • Die Zeichen stünden so günstig wie nie seit der islamischen Revolution von 1979: „Das ist die beste Chance seit 47 Jahren, das Regime zu stürzen.“
  • Die USA haben die Regionalregierung des irakischen Kurdengebiets in eine verzwickte Lage gebracht.
  • Sie betont, sie sei nicht Teil des Konflikts und werde nicht zulassen, dass ihr Territorium als Ausgangsbasis für Angriffe auf Nachbarstaaten genutzt wird.
  • Die Region ist aber ins Fadenkreuz der Iraner geraten.
  • In der Millionenstadt Erbil zerreißen Explosionen die nächtliche Stille.
  • Nicht immer gelingt es der Luftabwehr, iranische Drohnen oder Raketen abzufangen.
  • Mehrere Menschen wurden getötet oder verletzt.
  • Die iranische Führung droht, die Angriffe im Fall eines Eingreifens iranisch-kurdischer Oppositionsgruppen deutlich auszuweiten.
  • Dann würden „alle Einrichtungen“ in der Kurdenregion im Irak zum Ziel.
  • Kani Sanani erklärt, die PAK benötige die Erlaubnis der Regionalregierung, um die Grenze zu überschreiten.
  • Die Kämpfer – die die PAK Peschmerga nennt – drängen auf ihren Einsatz: „Sie fragen, wann wir loslegen.“
  • Einer der Kämpfer ist Rebaz Sharifi.
  • Dem 38-Jährigen macht es nach eigenem Bekunden keine Angst, dass die Pasdaran – die iranischen Revolutionsgarden – militärisch überlegen sind.
  • „Wir haben schon gegen den IS gekämpft und dabei sogar Musik gehört.“
  • Auch mit den aktuellen Drohnenangriffen auf die PAK-Camps wisse er umzugehen.
  • Wenn die iranische Shahed-Drohne nicht direkt auf einen zufliegt, bleibe man einfach stehen, sagt Sharifi.
  • In der Ukraine, wo Russland baugleiche Drohnen einsetzt, gelten solche improvisierten Verhaltenstipps kaum als verlässlicher Schutz.
  • „Wir waren nie so gut bewaffnet wie die Pasdaran“, sagt Amanj Zibaee (45), Sprecher der Demokratischen Partei des Iranischen Kurdistans (KDPI).
  • Obwohl wir nur leichte Waffen haben, haben sie uns nie vernichten können.
  • Uns ist es zwar nicht gelungen, sie von der Macht zu verdrängen. Aber wir haben ihnen viel Schaden zugefügt.“
  • KDPI-Generalsekretär Mustafa Hijri gehört zu jenen Kurdenführern, die Trump US-Medienberichten zufolge kürzlich angerufen haben soll.
  • Parteisprecher Zibaee will das weder bestätigen noch dementieren.
  • „Ich kann ebenfalls nicht bestätigen, dass wir Waffen von den USA bekommen haben oder bekommen werden.“
  • Hijri hatte nach dem Kriegsbeginn alle Sicherheitskräfte im Iran aufgerufen, Befehle zu verweigern und zu desertieren.
  • Zibaee sagt, Trump führe seit wenigen Tagen Krieg gegen den Iran – die KDPI kämpfe seit ihrer Gründung vor 80 Jahren für die Rechte der Kurden dort.
  • Wir verfolgen unsere Ziele, ob die USA uns unterstützen oder nicht.“
  • Die Kurden würden nicht auf Anforderung der Vereinigten Staaten losschlagen: „Entscheidungen fällen nicht die USA, sondern die Führung der KDPI.“
  • Dass Washington nicht ohne Misstrauen begegnet wird, liegt auch daran, dass Trump die Kurden in Syrien erst kürzlich zum zweiten Mal im Stich gelassen hat.
  • Professor Abdulrahman Darwesh, der an der Universität Soran in der irakischen Kurdenregion Internationale Beziehungen lehrt, erklärt, die USA hätten keine Pläne für eine Zeit nach einem etwaigen Regimekollaps im Iran vorgelegt:
  • Soll es dort eine Demokratie geben? Welche Rechte sollen Minderheiten haben?“
  • Unklar sei damit auch, ob eine von Kurden angestrebte Föderation realistisch sei.
  • Trump fordere die Kurden indirekt zum Eingreifen auf, ohne ihnen im Gegenzug politische Zusagen zu machen.
  • Kani Sanani schreckt das nicht ab. Er floh als Kind aus dem Iran, sein Vater und seine Onkel wurden im Kampf gegen das Regime getötet.
  • Er selbst war früher bei den Peschmerga und will bei einem Einmarsch in den Iran dabei sein.
  • Zwei Kalaschnikow-Schnellfeuergewehre und eine Pistole habe er dafür bereits hergerichtet, sagt er.
  • „Wir warten aber darauf, dass Trump uns bessere Waffen gibt.“
  • Er glaube, dass er bereits Newroz im Dorf seiner Familie im Iran feiern könne – das kurdische Neujahrsfest wird am 21. März begangen.
  • „Ich bin sehr optimistisch.“
  • KDPI-Sprecher Zibaee hat den Iran vor 25 Jahren verlassen, seine Eltern und Geschwister leben noch dort.
  • Das Regime schikaniere sie wegen seines politischen Engagements, sagt er.
  • Ob es schon an Newroz ein Wiedersehen mit ihnen geben könne? „Das Datum ist nicht wichtig. Wir werden auf jeden Fall zurückkehren.“
  • Zibaee ist überzeugt: „Das Regime liegt in den letzten Zügen.“
  • Die Region Erbil liegt im Nordirak, Irak.
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