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Steigende Kinderkriminalität in Nordsachsen: Oberstaatsanwältin zur Lage im Interview

Steigende Kriminalität von Kindern und Jugendlichen bereitet auch in Torgau Sorgen: Kinder und Jugendliche, die brutal aufeinander einprügeln oder si…

Fakten

  • Die Kinderkriminalität in Nordsachsen steigt
  • In Torgau gibt es keine verfestigten und organisierten Bandenstrukturen
  • Die Polizei nimmt alle Anzeigen auf, auch wenn es sich um Kinder unter 14 Jahren handelt
  • Das Jugendamt wird oft informiert und kann ein Kind beeindrucken, wenn es zur Polizeidienststelle kommt
  • In der Regel muss das Verfahren eingestellt werden, weil die Kinder noch nicht strafmündig sind
  • Ein Drittel der Kinder, die eine Straftat begehen, wird wieder straffrei gemacht
  • Soziale Trainingsstunden, Täter-Opfer-Ausgleichs-Gespräche, Arbeits- und Geldauflagen können helfen
  • Die Jugendstraffälligenhilfe kann auch Suchtberatung oder -therapie anbieten
  • Ein Beispiel für eine unerfolgliche Maßnahme ist ein jugendlicher Intensivtäter aus der Slowakei, der trotz aller Maßnahmen weiter strafmündig wurde
  • Die Justiz muss oft lange reagieren, um konsequente Maßnahmen zu ergreifen
  • In jedem Monat kommen 700 bis 800 neue Verfahren gegen bekannte Täter im Kreis Nordsachsen dazu
  • Die Gesellschaft kann eine unterstützende Rolle spielen, indem sie engagierte Personen aus dem Umfeld hilft, junge Menschen zur Besinnung zu bringen