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Autobahnmeisterei Döbeln: Lisa Kuntze arbeitet als Straßenwärterin mit 23 Männern

Sie hat nette Kollegen, meint Lisa Kurtze. „Wir können miteinander reden – auch mit deutlichen Worten –, ohne, dass sie nachtragend sind.“ Vielleicht…

Fakten

  • Lisa Kuntze arbeitet als Straßenwärterin mit 23 Männern
  • Sie hat nette Kollegen, meint Lisa Kurtze.
  • Die einzige Frau von 24 Straßenwärtern, drei Saisonkräften und zwei Azubis in der Autobahnmeisterei Döbeln.
  • Lisa Kuntze ist die einzige Frau von 24 Straßenwärtern, drei Saisonkräften und zwei Azubis in der Autobahnmeisterei Döbeln.
  • Sie hat sich vor 14 Jahren für die Ausbildung in einem teilweise körperlich recht schweren Beruf entschieden.
  • Nach der zehnten Klasse setzte sie sich für das Fachabitur weiter auf die Schulbank, jedoch nur, weil sie noch keine konkrete Vorstellung von ihrer beruflichen Zukunft hatte und ein Freiwilliges Soziales Jahr nicht infrage kam.
  • Dann habe ich einen Lehrvertrag zur Mediengestalterin unterschrieben
  • Sie fand den Job interessant und wollte es versuchen.
  • Damals war ich noch leichter, sagt die schlanke Frau.
  • Und mein Vater hat gesagt: Das schaffst du nicht. Aber weil ich stur bin, wollte ich es ihm beweisen.
  • Während der dreieinhalbjährigen Ausbildung habe sie keine Zweifel an der Richtigkeit ihrer Entscheidung bekommen.
  • Ich habe nie das Mädchen raushängen lassen und alles mitgemacht
  • Sie mag Spinnenecken gar nicht.
  • Der Standort in der Nähe der A14-Abfahrt Döbeln Nord gehörte dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).
  • Das ist eine der leichteren Arbeiten.
  • Manchmal ist es natürlich auch körperlich anstrengend, sagt sie und nennt das Ausschaufeln von Durchlässen oder das Anbauen der Pflüge an die großen Fahrzeuge als Beispiele.
  • Die Kollegen seien Kavaliere.
  • Die eine oder andere schwere Tätigkeit erledigen sie, während Lisa Kurtze als Fahrerin fungiert.
  • Im Gegenzug übernimmt sie im Sommer das Mähen mit dem Unimog, das die Männer nicht besonders mögen.
  • Mit vier Kilometern pro Stunde auf dem Standstreifen zu fahren, sei eine monotone Arbeit, mit der sie aber kein Problem habe.
  • Bei den Arbeiten auf der Autobahn gibt es durch unachtsame Kraftfahrer auch immer wieder gefährliche Situationen.
  • An eine erinnert sich Lisa Kurtze besonders.
  • Wir haben auf der Überholspur Einläufe von Blättern befreit. Plötzlich habe ich einen starken Windstoß gespürt
  • Ein Auto war zu dicht an der Baustelle vorbeigefahren.
  • Passiert ist glücklicherweise nichts.
  • Sie ist bei der Autobahnmeisterei auch Gesundheitslotsin.
  • Diese leisten oder vermitteln bei Unfällen, in die Kollegen verwickelt sind, seelischen Beistand.
  • Nach wie vor arbeiten bei den Autobahnmeistereien wenige Frauen als Straßenwärterinnen.
  • Auch in Döbeln gibt es seit Jahren nur männliche Bewerber.
  • Lisa Kuntze hat ihre Entscheidung für diesen Job noch immer nicht bereut und würde ihn auch anderen Frauen empfehlen.
  • Wir haben viele Hilfsmittel, die unsere Arbeit unterstützen und erleichtern.
  • Der Arbeitgeber biete die Möglichkeit, ein Job-Rad in Anspruch zu nehmen.
  • Und er nimmt Rücksicht auf die familiäre Situation
  • Döbeln