Chemnitzer Friedenspreis zum 23. Mal verliehen
Heute wurde im Stadtverordnetensaal des Chemnitzer Rathauses zum 23. Mal der Chemnitzer Friedenspreis feierlich verliehen. Der zivilgesellschaftliche Preis wird jährlich im Umfeld des Chemnitzer Friedenstages, dem Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz am 5. März 1945, vom Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V. und von der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz, Etelka Kobuß, ausgelobt und vergeben. Ausgezeichnet von der vielfältig zusammengesetzten Jury werden Personen, Organisationen, Projekte und Initiativen aus Chemnitz, die für Grundwerte wie Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie eintreten und Frieden generationenübergreifend weiterdenken.
Die Preisträger:innen 2026
Aus zahlreichen vorgeschlagenen Projekten, Personen und Initiativen wurden nach Projektbesuchen und persönlichen Gesprächen mit den Nominierten folgende Preisträger:innen ausgewählt:
1. Preis
Für ihr ehrenamtliches Engagement für ein friedliches, von gegenseitiger Achtung geprägtes Zusammenleben in der Stadt Chemnitz und für ihren unermüdlichen Einsatz zur Unterstützung einer demokratischen Entwicklung und der Freiheit der Menschen im Iran wurde der
mit dem 1. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 ausgezeichnet. Verbunden ist dieser mit einem Preisgeld von 500 Euro sowie der Friedenspreis-Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner.
Verein Iranian Home
Die Mitglieder des erst 2024 gegründeten Vereins sehen sich als Teil der Stadtgesellschaft und bringen sich im Interesse des Gemeinwohls für alle Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, ein. Sie sind Botschafter:innen der persischen Kultur, aber auch der Menschen im Iran, die ihr Leben für Freiheit riskieren.
Die ehrenden Worte für den 1. Preis formulierte Thiemo Kirmse.
2. Preis
Der Einsatz für eine inklusive und auf Teilhabe ausgelegte Gesellschaft des
wurde mit dem 2. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 und der dazugehörenden Summe von 300 Euro ausgezeichnet.
Projektes „Anders denken“ vom ASB Ortsverband Chemnitz und Umgebung e. V.
Die Mitwirkenden im Projekt „Andersdenken – Bürgerbeteiligung für politische Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse der Menschen mit Behinderung“ setzen sich für die Teilhabe aller ein. Menschen, die aufgrund körperlicher oder sonstiger Einschränkungen Barrieren für eine Beteiligung überwinden müssen, sollen eine bessere Möglichkeit zur Teilhabe erfahren, damit sie sagen können: „Wir gehören dazu!“.
Die Laudatio für den 2. Preis sprach André Löscher.
3. Preis
, die mit ihren 93 Jahren älteste Freiwillige der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, setzte sich mit ihrem Herzensprojekt bei der Jury des Chemnitzer Friedenspreises durch. Ihre mit viel Liebe und Kreativität gestalteten Herzen wurden an Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Wohngruppen und Hospizen verschenkt, um ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und um sie Teil der Kulturhauptstadtbewegung werden zu lassen. Für dieses große Zeichen der Solidarität, Empathie und Nachhaltigkeit wurde sie mit dem 3. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 geehrt, dotiert mit einer Summe von 200 Euro.
Annelore Krauß
Für den 3. Preis sprachen Annett Goerlitz und Sabine Kühnrich die Laudatio.
Kinder- und Jugendpreis
Mit dem Kinder- und Jugendpreis wurde das
ausgezeichnet. Die Initiative von und für Chemnitzer Jugendliche arbeitet seit 2015 kreativ und zielstrebig daran, das Leben in der Stadt für junge Menschen attraktiver zu machen und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbstwirksam zu werden. Mit seinem Tun gestaltet das Jugendforum die Stadt aktiv, kreativ und selbstbewusst unter dem Motto „Mehr Jugend. Mehr Stimme. Mehr Zukunft“ mit.
Chemnitzer Jugendforum
Die Laudatio für den Kinder- und Jugendpreis hielten Dr. Melanie Hartwig und Dina Norberger.
Alle Laudator:innen sind Mitglieder der Jury Chemnitzer Friedenspreis.
Ein Ehrenpreis des Chemnitzer Friedenspreises wurde in diesem Jahr nicht vergeben.
Die Preisverleihung
Oberbürgermeister Sven Schulze eröffnete mit einem Grußwort der Stadt Chemnitz die festliche Vergabe. Den musikalischen Part der Festveranstaltung gestalteten Richard Jung (Akkordeon) und Nancy Kühnel (Querflöte) – beide junge Talente der Städtischen Musikschule Chemnitz.
Für Rückfragen stehen folgende Ansprechpartnerinnen zur Verfügung:
Sabine Kühnrich
Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V. und Mitglied der Jury
Telefon: 0177 2231335
E-Mail:
Etelka Kobuß
Migrationsbeauftragte der Stadt Chemnitz und Mitglied der Jury
Telefon: 0371 488-5047
E-Mail:
sabine.kuehnrich(at)gmx.de
migrationsbeauftragte(at)stadt-chemnitz.de
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Fakten
- Der Chemnitzer Friedenspreis wird jährlich im Umfeld des Chemnitzer Friedenstages, dem Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz am 5. März 1945, vom Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V. und von der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz, Etelka Kobuß, ausgelobt und vergeben.
- Die Preisträger:innen werden ausgezeichnet für ihre Arbeit für Grundwerte wie Toleranz, Gleichberechtigung und Demokratie.
- Der 1. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 wurde der mit dem Engagement für ein friedliches Zusammenleben in der Stadt Chemnitz und für die Unterstützung einer demokratischen Entwicklung und der Freiheit der Menschen im Iran ausgezeichnet.
- Die Preisträger:innen werden mit einem Preisgeld von 500 Euro sowie der Friedenspreis-Skulptur des Bildhauers Erik Neukirchner ausgezeichnet.
- Der 2. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 wurde dem Projekt „Anders denken“ vom ASB Ortsverband Chemnitz und Umgebung e. V. verliehen.
- Das Projekt „Anders denken“ setzt sich für die Teilhabe aller Menschen ein, unabhängig von ihrer Herkunft.
- Der 3. Preis des Chemnitzer Friedenspreises 2026 wurde der mit dem Einsatz für eine inklusive und auf Teilhabe ausgelegte Gesellschaft ausgezeichnet.
- Die Preisträger:innen werden mit einer Summe von 200 Euro dotiert.
- Ein Ehrenpreis des Chemnitzer Friedenspreises wurde in diesem Jahr nicht vergeben.
- Die Preisverleihung fand im Stadtverordnetensaal des Chemnitzer Rathauses statt.
- Der Chemnitzer Friedenspreis wird seit 2024 vom Bürgerverein FUER CHEMNITZ e. V. und von der Migrationsbeauftragten der Stadt Chemnitz, Etelka Kobuß, verliehen.
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