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Ministerin Kraushaar über Strukturwandel in der Oberlausitz: „Es ist zu wenig sichtbar“
Im Herbst stand Regina Kraushaar auf der Förerbrücke im Tagebau Nochten. Da spürte sie, wie stark die Kohlekumpel von Zweifeln über deren Zukunft gep…
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Fakten
- Die Oberlausitz ist eine Region im Bundesland Sachsen.
- Regina Kraushaar, Ministerin für Wirtschaft und Infrastruktur des Freistaates Sachsen, hat von der Notwendigkeit eines Strukturwandels in der Region gesprochen.
- Es gibt bereits 940 Millionen Euro an Finanzhilfen für Vorhaben im Lausitzer Revier gebunden.
- Die betroffenen Länder Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt erhalten bis zu 40 Milliarden Euro für den gestaffelten Ausstieg aus der Braunkohle bis zum Jahr 2038.
- In Sachsen entfallen 25,2 Prozent, also knapp 10,1 Milliarden Euro, auf die Region.
- Für Projekte im sächsischen Teil der Lausitz sind knapp 6,9 Milliarden Euro vorgesehen.
- Das Deutsche Zentrum für Astrophysik (DZA) in Görlitz soll ein führendes Zentrum in diesem Forschungsbereich sein.
- Das Center for the Transformation of Chemistry (CTC) in Delitzsch soll die Chemiebranche in eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft umwandeln und neue Materialien entwickeln.
- Die Infrastruktur soll investiert werden, etwa in eine Schnellbahnstrecke zwischen Berlin, Cottbus, Weißwasser und Görlitz oder in die Fertigstellung der Bundesstraße 178.
- Die Ansiedlung von Bundesbehörden steht auf dem Plan und wurde teils bereits begonnen.
- Der Neubau einer Außenstelle des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) in Weißwasser ist geplant.
- Regina Kraushaar hat Verständnis für die Kumpel, dass es noch zu wenig Sichtbares im Strukturwandel.
- Die Länder haben bereits erste Vorhaben komplett umgesetzt, wie Forschungsstandorte etabliert oder Dorfgemeinschaftshäuser gesaniert.
- Regina Kraushaar setzt das Geld für Investitionen ein, die für die Attraktivität der betroffenen Gebiete entscheidend sind.
- Die Region muss eine weitere Abwanderung der Bevölkerung stoppen und Menschen anzulocken.
- Die Forschung könne die bisherigen Braunkohleregionen attraktiv machen.
- Das Smart Mobility Lab in Hoyerswerda soll Wissenschaftler zur Mobilität der Zukunft forschen.
- Projekte zum automatisierten Straßenverkehr, zu autonomen Flugsystemen sowie zu robotergestützten Anwendungen in der Landwirtschaft sind geplant.
- Die Region benötigt eine bessere Verkehrsanbindung, wie die Elektrifizierung der Zugstrecke Dresden – Görlitz.
- Tschechien und Polen beobachten die Anstrengungen auf deutscher Seite genau.
- Die polnische Grenzregion um Zgorzelec schaut mit Neid auf die deutsche Strukturwandelpolitik.