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Mögliche Neuwahlen: Präsidentenwahl im Kosovo gescheitert
Die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes im Balkanland Kosovo durch das Parlament ist gescheitert. Vor Ablauf der verfassungsmäßig vorgeschriebenen Fri…
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Fakten
- Die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes im Kosovo durch das Parlament ist gescheitert.
- Die aktuelle Präsidentin Vjosa Osmani kündigte am Freitagmorgen in einem Facebook-Video an, dass das Parlament aufgelöst werden soll.
- Osmanis fünfjähriges Mandat läuft am 4. April ab.
- Für die Wahl eines Nachfolgers schreibt die Verfassung die Anwesenheit von zwei Drittel der 120 Abgeordneten vor.
- Mit nur 66 Abgeordneten, die weitgehend dem Regierungslager entstammten, wurde das Quorum von 80 Abgeordneten deutlich verfehlt.
- Die linke Regierungspartei Vetevendosje (Selbstbestimmung) hat zwei Kandidaten aus den eigenen Reihen nominiert, ohne sich mit der Opposition abzustimmen.
- Laut Verfassung müssen nun vorgezogene Neuwahlen stattfinden, weil das Parlament in der vorgeschriebenen Frist von 30 Tagen vor Ablauf des Mandats der Amtsinhaberin keinen Nachfolger gewählt hat.
- Die Wahl am 9. Februar 2025 gewann Vetevendosje mit einer relativen Mehrheit, aber Parteichef Kurti fand keine Partner für eine Koalition.
- Für Osmani wäre eine zweite Amtszeit möglich gewesen, für die sie auch Bereitschaft zeigte.
- Kurti nahm davon Abstand, Osmani für eine Wiederwahl zu nominieren.
- Osmanis Motive für die Nicht-Aufstellung sind nicht klar.
- Beobachter vermuten, dass die Politikerin für Kurtis Geschmack zu unabhängig agierte.
- Kritiker werfen dem Regierungschef einen autoritären Stil vor.
- Osmani entstammt der bürgerlichen Demokratischen Liga des Kosovos (LDK), die bis 2021 über die meiste Zeit das Land regierte oder an Regierungen beteiligt war.
- Osmani trat 2020 aus der LDK aus und gründete ihre eigene Kleinpartei, die Mitte-Rechts-Formation Guxo (Trau dich!).
- Diese verbündete sich schließlich mit Kurtis Vetevendosje.
- Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo war früher eine serbische Provinz.
- Nach Aufständen gegen die serbische Herrschaft und einer Nato-Intervention im Jahr 1999 hatte sich das Land 2008 für unabhängig erklärt.
- Mehr als 100 Staaten, darunter Deutschland, erkennen die Unabhängigkeit an, nicht aber Serbien und Russland.