Vetternwirtschaft und Machtspiele: AfD-Spitzen unter Druck in NRW und Baden-Württemberg
Es ist das Wochenende der Wahrheit für die konkurrierenden Lager in der AfD. In Nordrhein-Westfalen droht am Samstag und Sonntag ein eskalierender Fl…
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Fakten
- Die AfD-Spitzen unter Druck stehen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
- In Nordrhein-Westfalen droht ein Flügelkampf um die Landesspitze am Samstag und Sonntag.
- Der Parteichef Tino Chrupalla könnte möglicherweise unter Druck geraten, wenn sein wichtigster Unterstützerverband für die Wiederwahl auf dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt wegbrechen könnte.
- In Baden-Württemberg würde ein Dämpfer beim AfD-Ergebnis am Sonntag auch die Parteichefin Alice Weidel beschädigen.
- Die Vetternwirtschafts-Vorwürfe spielen eine wichtige Rolle in beiden Fällen.
- In Nordrhein-Westfalen tobt seit Monaten eine Schlammschlacht zwischen zwei verfeindeten Lagern: Dem von Landeschef Martin Vincentz, der Chrupalla stützt, und den besonders völkischen Vertretern um den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich.
- Vincentz will als alleiniger Landesvorsitzender wiedergewählt werden.
- Das Helferich-Lager will eine Doppelspitze installieren: Die Bundestagsabgeordneten Fabian Jacobi und Christian Zaum treten gemeinsam an.
- Der Ausgang der Wahl gilt in Parteikreisen als ungewiss.
- Über eine Doppelspitze müsste der Parteitag in Marl zunächst mit einfacher Mehrheit entscheiden, bevor es anschließend in die Wahl des Landesvorstands geht.
- Helferich wurde zwar in erster Instanz aus dem Landesverband ausgeschlossen, ist aber weiter aktiv - und das letzte Wort hat noch das AfD-Bundesschiedsgericht.
- Keuters Fraktionskollege Hauke Finger beschäftigt seine Partnerin in seinem Büro, was für Unruhe im Vincentz-Lager sorgt.
- Jacobi selbst hatte jahrelang eine Beziehung zu seiner Bundestags-Mitarbeiterin unterhalten, die parteiintern bekannt war.
- Frohnmaier träumte vor Kurzem davon, zum CDU-Kandidaten Manuel Hagel aufzuschließen, stattdessen fiel er unter die 20-Prozent-Marke zurück.
- Intern würde Frohnmaier unter Druck geraten, da er nur als Ministerpräsidentenkandidat kandidiert und nicht auf der Landesliste.
- Frohnmaiers Frau arbeitet für einen AfD-Abgeordneten, den Frohnmaier als baden-württembergischer Landesvorsitzender großen Einfluss bei der Auswahl von Kandidierenden für aussichtsreiche Listenplätze hat.
- Die Vetternwirtschafts-Vorwürfe gegen Frohnmaier sind bekannt: Seine Frau arbeitet für einen AfD-Abgeordneten, und sein Adoptivvater arbeitet auch für eine neue eingezogene Abgeordnete.
- Frohnmaier räumte im Sinne von Parteichefin Weidel auf, dass er bei der Auswahl von Kandidierenden großen Einfluss hat, aber es gibt auch Vorwürfe, dass er Vorteile für seine Familie hatte.
- Die AfD-Spitzen stehen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.
- Nordrhein-Westfalen
- Baden-Württemberg
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