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"Blood & Sinners" - Ein Vampirfilm könnte nächste Woche der Oscar-Abräumer werden
Der Vampir ist ausgelutscht. Sagten Experten im Lauf der Filmgeschichte immer wieder. Stimmte am Ende aber nicht. Der Vampir hat immer wieder überras…
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Fakten
- Der Film 'Blood & Sinners' von Ryan Coogler könnte am 15. März in Los Angeles 16 Oscars einfahren.
- Mehr Nominierungen hatte überhaupt noch kein Film bei den bislang 98 Verleihungen des wichtigsten Filmpreises der Welt.
- Horrorfilme galten den im Schnitt Ü-60-Mitgliedern der Organisation als Ramschkino mit formelhaften Storys.
- Der erste Preisträger im Genre des Grauens überhaupt war 1974 das katholische Dämonenspektakel 'Der Exorzist'.
- Meist blieben den Horror-Nominierten Goldkerle im Ausstattungsbereich und technischen Kategorien.
- Die Geschichte von 'Blood & Sinners' ist durchaus außergewöhnlich und könnte die Academy gelockt haben.
- Der Film kehrt die schwarzen Gangsterzwillinge Smoke und Stack aus den Diensten von Al Capone nach Mississippi zurück.
- In dem Film tauchen weiße Musiker auf, die Vampire sind, die es nicht nur nach dem Blut der Schwarzen dürstet.
- Schwarze Vampire sind in 'Blood & Sinners' nichts Neues, sondern haben eine lange Geschichte in der Filmgeschichte.
- Die Kurzgeschichte 'The Black Vampyre' von 1819 ist ein Beispiel für schwarze Vampire in der Literatur.
- Der Satiriker Jordan Peele hat zuletzt mit Horrorfilmen wie 'Get Out' und 'Lovecraft County' den Rassismus des weißen Amerikas ausgestellt.
- In 'Blood & Sinners' steht die freie Schwarze kulturell ausgebeutet und physisch vernichtet.
- Der Film hat eine Doppelbödigkeit, ihre Tiefe könnten die Academy gelockt haben.
- Die visuelle Kraft des Films könnte die Academy gelockt haben, insbesondere die Szene mit Sammies Blues.
- Die Gegenwartsbezogenheit des Films sieht man bis heute im George-Floyd-Amerika.
- Die Academy arbeitet auch daran, die alten Vorwürfe der eigenen mangelnden Diversität weiter zu entkräften.
- Wenn 'Blood & Sinners' tatsächlich 16 Oscars gewinnt, würden zehn schwarze Künstler einen Preis bekommen – das wäre ein Rekord.
- Der Film hat eine gute Kapitalrendite von 4,09 und steht mit 368 Millionen Dollar Einnahmen gegen Produktionskosten von 90 Millionen Dollar.
- Mathias Clasen erkennt auch in Bezug darauf einen Effekt: Horrorfiktionen erhöhen die Resilienz gegenüber realen Schreckensbildern.
- Der Film wird am 15. März in der Oscar-Show im Dolby Theatre in Los Angeles gezeigt.
- Die Konkurrenz ist mit ihren Filmen nicht zu verachten: 'One Battle After Another', 'Hamnet' und 'Marty Supreme'.
- Bei den Golden Globes bekam 'Blood & Sinners' nur den neuen Preis fürs 'best Cinematic and Box Office Achievement'.
- Vier Auszeichnungen gab es bei den Critics‘ Choice Awards, sieben bei den Black Film Critics Circle Awards und zwei bei den Actor Awards.
- Drei Baftas – also die 'britischen Oscars' – wurden auch verliehen.
- Die Academy feiert auch gerne mal Oscar-Rekorde und damit sich selbst.
- Bisher sind drei Filme mit je elf Oscars die Spitzenreiter – 'Ben Hur', 'Titanic' und 'Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs'.
- Werden Ryan Cooglers Vampire sie überflügeln? Ein Dutzend der Statuen würde schon reichen.
- Der übernächste Sonntag wird's zeigen. Bis(s) zu den Oscars.