Windradgegner durchkreuzen Klimapläne in Schleife
Auf den Abraumhalden des Tagebaus Nochten werden nahe des Schleifer Ortsteils Mulkwitz in den nächsten Monaten vier Windenergieanlagen errichtet. Sei…
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Fakten
- Der Tagebau Nochten wird nahe an die Dörfer Schleife-Süd, Rohne und Mulkwitz errichtet.
- Seit September 2025 laufen Vorarbeiten für die Errichtung von vier Windenergieanlagen in Mulkwitz.
- 17 weitere Windräder sollen folgen, wenn es nach der Enercity Erneuerbare GmbH als Investor und künftigen Betreiber geht.
- Die Gemeinde Schleife könnte jährlich 360.000 Euro durch die Errichtung von Windenergieanlagen spülen.
- Das Klimaschutzkonzept der Gemeinde wurde abgelehnt, da es den Interessen der Investoren vor denen der Bürgern stellte.
- Daniel Jakubik, Ortsvorsteherin von Mulkwitz, kritisierte das Konzept, da es den letzten zusammenhängenden Wald um Schleife zerstören würde.
- Die Gemeinde Schleife hat bereits 9,7 Prozent ihrer Flächen für erneuerbare Energien ausgewiesen, was mehr als die bundesweite Vorgabe von zwei Prozent ist.
- Mit der Teilfortschreibung des Regionalplans Windenergie wird die Fläche noch verdoppelt und 45 Prozent des umliegenden Waldes für Windräder gedacht sind.
- Die Gemeinde Schleife hat eine Befragung durchgeführt, bei der 103 Rücksendungen gingen ein, von denen 80 Prozent der Teilnehmer den Klimaschutz als sehr wichtig oder wichtig betrachten.
- Viele Bürger legen Wert auf die Verbindung von Klima- und Naturschutz, aber es ist unklar, ob diese Meinung auf die Allgemeinheit übertragen werden kann.
- Der Tagebau Nochten muss schon lange Einschnitte in Natur und Lebensqualität hinnehmen, da viele Bürger Wert auf die Verbindung von Klima- und Naturschutz legen.
- Die Gemeinde Schleife hat bereits umgesiedelt werden sollen, weil der Energiekonzern Leag seine Revierpläne änderte.
- Der Gemeinderat empfahl im Januar 2026 dem Technischen Ausschuss, das Klimaschutzkonzept zu beschließen, aber es wurde stattdessen von den Räten zurück in den Ausschuss verwiesen.
- Die Ablehnung des Konzepts hat erhebliche Konsequenzen für die Gemeinde Schleife, da sie nun möglicherweise Fördermittel zurückzahlen muss.
- Die Gemeinde Schleife wollte eine Anschlussförderung beantragen, um die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept zu finanzieren, aber dies entgeht ihr jetzt.
- Die Ablehnung des Konzepts bedeutet, dass die Gemeinde womöglich nicht in der Lage ist, die notwendigen Maßnahmen für die energetische Ertüchtigung des Sportvereinsgebäudes durchzuführen.