News
Chamenei-Dynastie setzt sich fort: Wird Modschtaba der nächste Iran-Führer?
„Der mächtige Baum der Islamischen Republik kann nicht entwurzelt werden“, sagte Ali Chamenei, lange bevor der oberste Führer des Irans am 28. Februa…
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der mächtige Baum der Islamischen Republik kann nicht entwurzelt werden
- Modschtaba Chamenei ist der zweite von vier Söhnen Ali Chameneis
- Mit 17 Jahren nahm er als Soldat am Krieg gegen den Irak teil
- Er studierte Theologie in Ghom, erhielt als Kleriker 2022 den Ehrentitel eines Ayatollahs
- Vor allem in zwei zentralen Bereichen der Islamischen Republik wurde ihm zuletzt ein großer Einfluss nachgesagt: Bei den Revolutionsgarden, bei denen er mit Generalmajor Ahmad Vahidi, dem ehemaligen Innenminister, und mit Geheimdienstchef Hossein Taeb zwei wichtige Vertraute hat.
- Seine Hauptschwäche ist sein Familienname
- Dem möglichen neuen Führer wird nachgesagt, dass er ein gewaltiges Vermögen im In- und Ausland verwaltet
- Laut einer Bloomberg-Recherche soll er unter anderem mehrere Liegenschaften in Londons teuersten Bezirken sowie in Abu Dhabi besitzen.
- Auch mehrere Immobilien in Deutschland sollen über einen Mittelsmann der Diktatoren-Familie gehören.
- Abdolreza Davari, ein früherer Parlamentsabgeordneter, bezeichnete Modschtaba Chamenei einst gar als Reformer
- Er ist extrem fortschrittlich und wird sich bewegen, um die Hardliner aus dem Weg zu räumen
- Der in Amerika lebende Religionswissenschaftler Mehdi Khalaji, ein ehemaliger schiitischer Geistlicher, der heute am Washington Institute for Near East Policy lehrt, glaubt an eine fundamentale Veränderung der Islamischen Republik.
- Er geht davon aus, dass die Führung nicht mehr in einer Person konzentriert sein wird. Der nächste oberste Führer wird überwiegend zeremoniell sein
- Bis zur finalen Manifestierung eines neuen obersten Führers hat sich laut Washington Post zunächst ein Rat gebildet, der vorübergehend Führungsaufgaben übernehmen soll.
- Diesem gehören der iranische Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und das Mitglied des Wächterrats Alireza Arafi an
- Die Verfassung der Islamischen Republik sieht vor, dass ein sogenannter Expertenrat – bestehend aus 88 Geistlichen, die alle acht Jahre gewählt werden – sich zusammenfindet.
- Das Treffen fand nur virtuell statt, um Israel und den USA kein neues Ziel zu bieten.
- Die Millionenstadt Ghom ist ein wichtiger schiitischer Wallfahrtsort
- Der 56-Jährige Modschtaba Chamenei ist damit einer der weltweit am meisten bedrohten Politiker.