None

Newcastle-Krankheit breitet sich in Deutschland aus: Gefahr für Geflügelbetriebe

Jahrzehntelang war die Newcastle-Krankheit in Deutschland nicht mehr aufgetreten. Nun sind gleich mehrere Betriebe betroffen, obwohl eigentlich eine …

Fakten

  • Die Newcastle-Krankheit ist eine Tierseuche, die bei Hühnern, Puten und anderen Vögeln auftritt.
  • Die Krankheit ist hochansteckend und für die Tiere gefährlich.
  • Die ersten Symptome der Newcastle-Krankheit sind eine verringerte Legeleistung, verformte oder schalenlose Eier und Apathie.
  • Die Tiere können auch Atemnot, geschwollene Augen und bläulich verfärbte Kämme zeigen.
  • Schließlich kann es zu Lähmungen der Bein- und Flügelmuskulatur sowie zu Halsverdrehungen kommen, ehe die Tiere verenden.
  • Die Newcastle-Krankheit wird auch als „atypische Geflügelpest“ bezeichnet.
  • Wenn sich das Virus in einem Geflügelbetrieb ausbreitet, können 90 bis 100 Prozent des Bestands daran sterben.
  • Eine Impfung kann zu milderen Verläufen führen, diese ist in Deutschland in Geflügelhaltungen vorgeschrieben.
  • Die Gefahr für Menschen durch das Newcastle-Virus ist gering.
  • Anstecken können sich theoretisch Personen, die im engen Kontakt mit erkrankten Tieren stehen.
  • Eine Infektion des Menschen ist sehr selten, aber möglich und bleibt zumeist lokal auf eine Bindehautentzündung beschränkt.
  • Die Tierseuche war in Deutschland eigentlich schon lange nicht mehr aufgetreten.
  • Ende Februar hatte das FLI den bundesweit ersten Ausbruch seit 30 Jahren bei Geflügel in Brandenburg bekannt gegeben.
  • Seitdem wurden acht verschiedene Orte mit Ausbrüchen der Newcastle-Krankheit in Deutschland identifiziert.
  • Weitere Verdachtsfälle werden geprüft, teilte das FLI mit.
  • Bis Mittwochvormittag seien rund 125.000 Tiere vorsorglich getötet worden.
  • Das FLI hat auch eine Vielzahl von Ausbrüchen in Kleinsthaltungen und Geflügelbetrieben in Polen, Tschechien und der Slowakei gegeben.
  • Eine starke Ausbreitung von aggressiven Varianten des Newcastle-Virus bei Wildvögeln war bis Ende voriger Woche nicht festgestellt worden.
  • In Deutschland ist für Geflügelhaltungen die Impfung gegen das Newcastle-Virus vorgeschrieben.
  • Die Impfung kann Infektionen aber nicht vollständig verhindern, sondern das Ansteckungsrisiko verringern und die Verläufe abmildern.
  • Auch ist es meist gar nicht vorgesehen, in großen Haltungen alle Tiere einzeln zu impfen.
  • Die Impfstoffe werden oft über das Trinkwasser verabreicht, wodurch sie von vielen, aber nicht von allen Tieren aufgenommen werden.
  • In einer Erhebung der sächsischen Tierseuchenkasse wiesen in kleinen und mittelgroßen Geflügelhaltungen in Deutschland nur 60 bis 70 Prozent der Tiere einen guten Impfschutz auf.
  • Das Friedrich-Loeffler-Institut sieht eine „erhebliche Gefährdungslage“ für Geflügelbetriebe und andere Vogelhaltungen wie Zoos.
  • Die Aufmerksamkeit sollte unbedingt sehr hochgehalten werden, teilte ein Sprecher des FLI mit.
  • In den Betrieben sollte ein besonderes Augenmerk auf einen streng kontrollierten Personen- und Warenverkehr gelegt werden.
  • Hinzu kommen neben Pflichtimpfungen alle Maßnahmen der Früherkennung wie das sofortige Testen kranker oder verendeter Tiere.
  • Die Keulung betroffener Bestände ist sinnvoll, um die Erkrankung zurückzudrängen.
  • In der Fläche hat sich die Kombination von Impfung und Tötung betroffener Bestände als wirksam erwiesen.