Bundesbank macht 2025 Verlust von 8,6 Milliarden Euro
Die Bundesbank hat auch 2025 einen Milliardenverlust gemacht. Damit fällt eine Gewinnüberweisung aus Frankfurt an den Bund im sechsten Jahr in Folge …
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Fakten
- Die Bundesbank hat 2025 einen Verlust von 8,6 Milliarden Euro gemacht.
- Der zweithöchste Fehlbetrag in der Geschichte der Notenbank liegt bei rund 8,6 Milliarden Euro.
- Verglichen mit dem Rekordminus von mehr als 19 Milliarden Euro 2024 hat sich der Verlust aber mehr als halbiert.
- Die Bundesbank schleppt die Milliardenverluste - eine Folge der Geldpolitik im Euroraum - in ihrer Bilanz mit.
- Der Bilanzverlust, der sich aus dem Verlustvortrag und dem aktuellen Jahresfehlbetrag ergibt, beläuft sich auf 27,8 Milliarden Euro.
- Die Belastungen der Bundesbank seien vorübergehend, betonte Nagel.
- Künftige Jahresüberschüsse werden die aufgelaufenen Bilanzverluste aus eigener Kraft ab- und die notwendige Risikovorsorge aufbauen.
- Die Bundesbank hat bereits bei der Bilanzvorlage vor einem Jahr gewarnt, dass Gewinn-Ausschüttungen an den Bund auf längere Sicht nicht im Raum stehen.
- 2023 hatte die Bundesbank rote Zahlen unter dem Strich geradeso vermieden - allerdings nur, weil sie mit milliardenschweren Rücklagen Belastungen der Zinswende ausgleichen konnte.
- Das Bundesfinanzministerium im Bundeshaushalt hatte einen Bundesbank-Gewinn von 2,5 Milliarden Euro geplant.
- 2019 durfte sich Olaf Scholz (SPD) als damaliger Ressortchef über die höchste Summe seit der Finanzkrise freuen: 5,85 Milliarden Euro.
- Hauptziel von Notenbanken ist es nicht, Gewinne zu erzielen.
- Die Europäische Zentralbank (EZB) und mit ihr die nationalen Zentralbanken im Eurosystem sollen vor allem für stabile Preise und somit eine stabile Währung im Euroraum sorgen.
- Die Geldpolitik hat allerdings auch Folgen für die Bilanzen der Notenbanken: Ab Sommer 2022 hatte die EZB die Leitzinsen im Euroraum rasant erhöht, um die damals hohe Inflation in den Griff zu bekommen.
- Höhere Zinsen an den Finanzmärkten führten zu steigenden Zinsausgaben seitens der Notenbanken für Gelder, die Geschäftsbanken bei ihnen parken.
- Die EZB-Bilanz für 2025 zeigt rote Zahlen: Gut 1,25 Milliarden Euro Minus hat die Notenbank gemacht.
- Die EZB erwartet, dass sie 2026 oder 2027 in die Gewinnzone zurückkehren wird.
- Die in den vergangenen Jahren aufgelaufenen rund 10,5 Milliarden Euro Verlust schleppt die EZB in ihrer Bilanz mit, bis diese durch künftige Gewinne ausgeglichen werden können.
- Die Bundesbank ist ansässig in Frankfurt.