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TSMC-Ansiedlung in Dresden: Warum zu wenige neue Wohnungen gebaut werden

Der taiwanische Halbleiterriese TSMC baut nicht nur in Dresden eine Chipfabrik, auch im US-Bundesstaat Arizona. Dort ist die erste von sechs geplante…

Fakten

  • Die Stadt Dresden benötigt in den kommenden Jahren rund 10.000 neue Wohnungen.
  • Die Schätzung der Stadtverwaltung basiert auf einer Hochrechnung des Hightech-Branchennetzwerks Silicon Saxony.
  • Mehr als 13.000 Fachkräfte werden in den Großraum Dresden ziehen, viele sicher mit Familien.
  • Rechnet man hier mit dem gängigen Familienfaktor von 1,8, ergibt dies bis 2030 etwa 24.000 neue Menschen in Dresden.
  • TSMC hat noch nicht kommuniziert, wie viele Mitarbeiter zum Hochlauf der ESMC-Fabrik in Dresden ab 2027 eingeflogen werden müssen.
  • Gerüchten zufolge sollen es bis zu 800 sein, allerdings nicht alle auf einmal, sondern über ein, zwei Jahre verteilt.
  • Die Lücke von 500 könnte geschlossen werden, denn Baugenehmigungen für Neubauprojekte liegen vor.
  • Die unter dem Dach der Stadtgestalter vereinten Projektentwickler haben genehmigte Projekte mit knapp 1000 Wohnungen, fast alle in Dresden.
  • Der Anstieg der Baukosten und die höheren Zinsen haben die Umsetzung von Immobilienprojekten komplizierter gemacht.
  • Die Baukosten sind laut einer Studie der Deutschen Bank zur „Zukunft des Neubaus“ jedes Jahr um durchschnittlich zehn Prozent nach oben geklettert.
  • Die Stadtgestalter müssen bei den Neubauprojekten mit einer durchschnittlichen Kaltmiete von 16 bis 18 Euro den Quadratmeter rechnen.
  • Es sei nicht zu erkennen, dass die Investitionen im Dresdner Norden Wohnungsinvestoren und Banken allein überzeugen, wieder stärker in den Neubau zu investieren.
  • Die Stadtgestalter nennen eine größere Zurückhaltung finanzierender Banken als weiteren Grund.
  • Der Markt springt wieder an“, auch bei der Gruppe der Projektentwickler und Bauträger, nachgefragt bei der Ost-Sächsischen Sparkasse Dresden (OSD).
  • Die Herausforderung liege oft in der Differenz zwischen Neubaukosten, Zinsen und den zu erzielenden Mieten.
  • Sollten die Baukosten unverändert so hoch bleiben, werden Kaltmieten von 16–20 Euro benötigt, um wirtschaftlich zu sein.
  • Der Projektentwickler und Investor, der Erwerber oder der Finanzierer, riskiert in solchen Fällen die Wette auf die Zukunft mit Kaltmieten zwischen 16 und 20 Euro.
  • Was es nach Ansicht der Stadtgestalter bräuchte, um die ersten 1000 Wohnungen und darüber hinaus zu bauen, wären belastbare Vereinbarungen, Zusagen, Mietgarantien oder vergleichbare Sicherheiten.
  • Die Stadt Dresden liegt in Deutschland.