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Meeresspiegel höher als angenommen: Neue Daten warnen vor globalen Risiken
Weil der Klimawandel das Eis in den Polargebieten schmelzen lässt, steigen weltweit die Meeresspiegel. Die aktuellen Höhen an den Küsten werden in vi…
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Fakten
- Der aktuelle Meeresspiegel liegt um 24 oder 27 Zentimeter höher als in zwei häufig verwendeten Erdmodellen.
- In manchen Gebieten seien es sogar mehrere Meter.
- Weltweit könnten bis zu 132 Millionen Menschen von einem Meeresspiegelanstieg um einen Meter betroffen sein.
- Rund 90 Prozent der 385 untersuchten Studien aus dem Zeitraum 2009 bis 2025 nutzten Erdmodelle, bei denen der Meeresspiegel an Küsten auf der Grundlage von Schwerkraft und Erdrotation berechnet wird.
- Der Meeresspiegel wird auch von anderen Faktoren wie Wind, Meeresströmungen, Wassertemperatur und Salzgehalt beeinflusst.
- Die Nulllinie als Höhe des Meeresspiegels angenommen wird oft bei Satellitendaten zur Höhe von Landmassen verwendet, was zu großen Ungenauigkeiten führt.
- Der Mittlere Meeresspiegelanstieg um einen Meter könnte allein in Südostasien etwa 24 bis 47 Millionen Menschen betreffen und weltweit rund 77 bis 132 Millionen Menschen.
- Die meisten Forschenden hatten Schwierigkeiten, die Informationen zur Küstenmeereshöhe korrekt den Landhöhendaten zu ordnen.
- Die Studie wurde von Wissenschaftlerninnen und Wissenschaftlern aus dem globalen Norden durchgeführt, in Europa und Nordamerika sind die Erdmodelle deutlich präziser als im globalen Süden.
- Die südostasiatische Inselwelt und der Indopazifik werden am stärksten unterschätzt, da es viele flache Atolle gibt.
- Für Deutschland ist das Problem weniger relevant, da meist auf amtliche, qualitätsgesicherte Vermessungen zurückgegriffen wird.
- Kleine Inselstaaten wie die Malediven verfügen nicht über die Ausbildung, das Personal und die Infrastruktur, um eigene, hochpräzise Höhenvermessungen zu bereitzustellen.
- Die Nord- und Ostsee zeigen auch einen Anstieg des Meeresspiegels.
- Der globale Trend wird unter anderem stark durch die Gezeiten geprägt.
- Pegeldaten an der Ostseeküste unterliegen regionalen Schwankungen und generieren insbesondere durch die überwiegenden Westwindlagen erhöhte Wasserstände im nordöstlichen gegenüber dem südwestlichen Teil der Ostsee.
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