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DDR-Kultzug „Vindobona“: Restaurierter Prestigezug absolviert erste Probefahrt

Er ist bekannt als „ICE des Ostens“, VT 18.16, „Karlex“, „Vindobona“ oder „Neptun“ und fuhr früher quer durch Europa: Nach Problemen an der Elektrik …

Fakten

  • Der DDR-Kultzug „Vindobona“ ist bekannt als "ICE des Ostens".
  • Die VT 18.16, "Karlex", ist der Name des restaurierten DDR-Schnelltriebwagens vom Typ SVT Görlitz.
  • Der Zug fuhr früher quer durch Europa und war ein Teil des Projekts "Ein Zug für Mitteldeutschland".
  • Die gemeinnützige Gesellschaft, die das Projekt umfasst, hat den Zug vom Deutschen-Bahn-Museum in Nürnberg angemietet.
  • Die technische Aufarbeitung erfolgt derzeit im Werk des Unternehmens VIS Verkehrs Industrie Systeme GmbH in Halberstadt.
  • Der vierteilige Zug war nach der Fahrt am Dienstag unter anderem im Bahnhof Wernigerode zu sehen.
  • Auf dem Werksgelände in Halberstadt sei der Triebwagen bereits seit Längerem zu Testzwecken bewegt worden.
  • Jetzt stehen weitere Schritte an, wie Probefahrten, Abnahmefahrten und Ausbildungsfahrten.
  • Das Ziel ist es, im zweiten Quartal erstmals wieder Fahrgäste zu befördern.
  • Hinter dem Projekt steht eine Initiative von rund 80 Ehrenamtlichen.
  • Die Ehrenamtlichen sammeln Spenden und Fördermittel und bringen auch Eigenleistungen bei der Restaurierung ein.
  • Der Zug wurde in Halberstadt in Tausende Einzelteile zerlegt und umfassend aufgearbeitet.
  • Der SVT Görlitz galt einst als Prestigezug der Deutschen Reichsbahn im internationalen Verkehr.
  • Mit seiner stromlinienförmigen Front und der markanten Nase war er zur Bauzeit ein technisches Novum.
  • Der SVT Görlitz wurde als Prestigeobjekt vom VEB Waggonbau Görlitz entwickelt und erstmals 1963 auf der Leipziger Frühjahrsmesse präsentiert.
  • Acht Züge dieses Typs wurden zwischen 1963 und 1968 gebaut, nur drei sind heute noch in Teilen erhalten.
  • Der Schnelltriebwagen war für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde zugelassen.
  • Auf den Strecken der Reichsbahn galt allerdings meist ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern.
  • Der Zug verband einst unter anderem Berlin mit Prag und Wien. Auch Dänemark und Schweden waren Ziele.
  • Nach Abschluss der Arbeiten soll der historische Triebwagen für Sonderfahrten eingesetzt werden.
  • Geplant ist, dass er künftig rund 40- bis 50-mal im Jahr unterwegs ist und für Charterfahrten gebucht werden kann.
  • Die Einnahmen sollen langfristig auch künftige Wartungen und Hauptuntersuchungen finanzieren.
  • Der Zug wurde in Deutschland gebaut, speziell in Görlitz.
  • Das Projekt "Ein Zug für Mitteldeutschland" ist im Bundesland Sachsen-Anhalt umgesetzt.