HPV-FAQ: Was man über die Impfung wissen sollte
Die HPV-Impfung galt lange als „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ und wurde nur jungen Mädchen empfohlen. Mittlerweile weiß man: Auch für Jungen kö…
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Fakten
- Die HPV-Impfung galt lange als „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ und wurde nur jungen Mädchen empfohlen.
- Auch für Jungen können die HP-Viren gefährlich werden.
- Nicht nur junge Menschen bis 17 Jahre profitieren von der Impfung, auch im Erwachsenenalter kann sie sinnvoll sein.
- HPV steht für Humane Papillomviren. Zu dieser Gruppe von Viren gehören auch Typen, die Krebs und seine Vorstufen hervorrufen können – etwa am Gebärmutterhals.
- Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV.
- Sowohl Frauen als auch Männer können sich infizieren. Je nach HPV-Typ – insgesamt gibt es 200 verschiedene – können später unterschiedliche Symptome auftreten.
- Niedrigrisiko-HPV-Typen können zu Hautwarzen an Gesicht, Füßen oder Händen sowie zu Genitalwarzen führen, die zwar eher harmlos, aber teilweise schmerzhaft sind.
- Hochrisikotypen dagegen können Krebs auslösen. Dazu gehören primär Gebärmutterhalskrebs, aber auch Peniskrebs, Analkrebs und Krebs im Mund-Rachen-Bereich.
- Für Frauen ab 35 Jahren ist ein HPV-Test seit einigen Jahren Teil des Früherkennungsprogramms für Gebärmutterhalskrebs.
- Zahlen des Zentrums für Krebsregisterdaten zufolge sind 10.000 bis 11.000 Krebserkrankungen jährlich auf HPV-Infektionen zurückzuführen, davon rund 3.000 bei Männern.
- Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung seit 2007 für Mädchen und seit 2018 auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren.
- Für einen Schutz sind zwei Impfungen im Abstand von mindestens fünf Monaten notwendig. Eine verpasste Immunisierung sollte bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden.
- Ab dem Alter von 15 Jahren braucht es für einen vollständigen Impfschutz jedoch drei – statt zwei – Piks.
- Den größtmöglichen Schutz bietet eine Impfung vor dem ersten Mal Sex. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass HPV übertragen wird, ist beim Geschlechtsverkehr besonders groß.
- Studien bei Frauen zeigen laut RKI, dass sich etwa 40 Prozent der Frauen in den ersten ein bis zwei Jahren nach dem ersten Sex infizieren.
- Zugelassen sind alle verfügbaren HPV-Impfstoffe ab einem Alter von neun Jahren ohne Altersbegrenzung nach oben.
- Versäumte Impfungen sollten junge Frauen und Männer spätestens bis zum 18. Geburtstag nachholen, rät der Berufsverband der Frauenärzte (BVF).
- In Deutschland sind laut RKI zurzeit zwei HPV-Impfstoffe erhältlich: Cervarix sowie Gardasil 9.
- Cervarix schützt nach Angaben des RKI gegen etwa 70 Prozent der von Hochrisikotypen verursachten Gebärmutterhalskarzinome, Gardasil 9 ist mit einem Schutz von etwa 90 Prozent noch etwas umfassender.
- Laut dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen (BVKJ) ist die Impfung der sicherste Schutz vor HPV.
- Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung für Mädchen und Jungen ab 9 Jahren in Deutschland.
- Die Impfung sollte vor dem ersten Mal Sex durchgeführt werden, da die Wahrscheinlichkeit, dass HPV übertragen wird, beim Geschlechtsverkehr besonders groß ist.
- Japan war 2010 eines der ersten Länder, die gegen Humane Papillomviren impften und die Impfung 2013 sogar in ihr nationales Immunisierungsprogramm aufnahm.
- Die HPV-Impfung hat weiter einen schlechten Ruf, und nur wenige lassen sich impfen.
- Eine Studie schätzt, dass die ausgelassenen Impfungen zwischen 2013 und 2019 zu bis zu 25.000 vermeidbaren Fällen von Gebärmutterhalskrebs und bis zu 5700 Todesfällen führen können.
- Die Krankheit verursacht in Japan nach Angaben von „Science“ jährlich fast 3000 Todesfälle – auch weil die Screeningraten für Gebärmutterhalskrebs niedrig sind.
- Die Impfung sollte auch bei Jungen durchgeführt werden, da sie ebenfalls gefährlich sein können.
- Die HPV-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor Krebs und Genitalwarzen.
- Die Impfung sollte von Anfang an durchgeführt werden, um den größtmöglichen Schutz zu gewährleisten.
- Die Impfquote in Deutschland ist sehr niedrig, und viele Menschen verpassen die Impfung.
- Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen ab 9 Jahren in Deutschland.
- Die Impfung sollte auch bei Frauen mit bereits bestehender HPV-Infektion durchgeführt werden, um den Schutz zu gewährleisten.
- Die HPV-Impfung ist ein wichtiger Teil der Krebsprävention in Deutschland.
- Die Impfung sollte von allen Eltern und Erwachsenen empfohlen werden, um die Viren unter Kontrolle zu bringen.