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Dresden: Mutterliebe, Scham, Gewalt - Theaterfestival dreht sich um Körper der Frau

Der weibliche Körper mit seinen prallen, hängenden Brüsten, dem wohlgeformten, Falten schlagenden Bauch und mit gespreizten Beinen vorscheinender „Mö…

Fakten

  • Das Festival "frau* macht theater" fand im Societaetstheater Dresden statt.
  • Die Ausstellung „(K)ein stilles Örtchen“ wurde in Zusammenarbeit mit der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Alexandra Stanislaw-Kemenah erstellt.
  • 70 Prozent der Frauen, Männer und diversgeschlechtlichen Personen haben sexualisierte Gewalt erlebt.
  • Weitere acht Prozent sind sich über eine exakte Zuordnung unsicher.
  • Dennoch bringen gerade einmal vier Prozent der Opfer die Übergriffe bei der Polizei ein.
  • Die meisten Betroffenen holen sich Unterstützung aus der Familie und dem Freundeskreis oder wehren sich verbal wie körperlich.
  • 17 Teilnehmer der Befragung wurden gezwungen, pornografische Inhalte zu schauen.
  • Unerwünschte Berührungen, anzügliche Äußerungen, Entwürdigung sowie anhältendes Anstarren oder Hinterherpfeifen werden neben weiteren Übergriffen in der Befragung unterschieden.
  • Die Ausstellung regt zum Nachdenken an und die Zahlen sprechen für sich.
  • Insbesondere diversgeschlechtliche Personen sind in 86 Prozent der Fälle Opfer von Berührung und Annäherung.
  • Frauen sind mit 85 Prozent am häufigsten anzüglichen Äußerungen ausgesetzt und Männer mit 71 Prozent dem anhältenden Anstarren.
  • Für Aufklärungsmaßnahmen und andere Hilfsangebote fehlt schlichtweg das Geld.
  • Die Auswertung ist einfach ausgedruckt und auf die Wände geklatscht.
  • Es braucht keinen goldenen Rahmen. Es soll ohne Ästhetik konfrontieren.
  • Eine weitere Dauerausstellung fügt die in Schwarz-Weiß gehaltenen Bilderserien „Femmage“ und „Bodies“ der Dresdner Fotografin und Saxofonistin Ada Greifenhahn zusammen.
  • Die dritte Festivalleiterin Romy Weyrauch fehlt bei der Eröffnung krankheitsbedingt, da sie vor zwei Wochen die Diagnose Brustkrebs erlitten hat.
  • Kollegin Meier verkündet die traurige Botschaft und appelliert in Weyrauchs Sinn, dass Männer wie Frauen die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen sollen.
  • Das Festival ist ein feministisches Festival, aber das heißt auf keinen Fall, dass es sich gegen Männer richtet.
  • Es geht um Männer und Frauen in allen Varianten.
  • Hausherr Stephan Hoffmann ist es ein Herzensanliegen, auf die Performance der brasilianischen Luftakrobatin Diana Salles hinzuweisen.
  • Sie macht in ihrer Zirkus-Solo-Nummer auf das Verständnis für Transmenschen und somit ihre eigene Geschichte aufmerksam.
  • Das Festival ist sehr vielfältiges, in Absprache wohl kuratiertes Programm, das mit so vielen besonderen Gästen und Darbietungen aufwartet, dass sich nicht nur ein Besuch lohnen wird.