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Warum die HPV-Impfung auch für Jungen wichtig ist

Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) ist vor allem als „Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs“ bekannt. Also als eine Impfung, die vorrangig Mäd…

Fakten

  • Die HPV-Impfung ist vor allem als Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bekannt.
  • Die Impfung soll vorrangig Mädchen und junge Frauen vor Krebs schützen, aber auch Jungen und junge Männer sind gefährlich.
  • Das Krebsrisiko bei Jungen wird häufig unterschätzt.
  • Eine Infektion mit einigen HPV-Virustypen kann nicht nur Gebärmutterhalskrebs verursachen, sondern auch andere Krebsarten im Genital- und Hals-Nasen-Ohren-Bereich.
  • Eine Studie aus Finnland zeigt, dass eine genderneutrale Impfung für eine breite Herdenimmunität gegen Hochrisikovarianten sorgen kann.
  • In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) Mädchen und Jungen ab dem Alter von neun Jahren eine HPV-Impfung.
  • Die Impfung ist nicht nur für Mädchen wichtig, sondern auch für Jungen, insbesondere wenn sie erst ab einem Alter von 15 Jahren zum ersten Mal gegen HPV geimpft werden.
  • In Deutschland sind zwei Totimpfstoffe zugelassen: Cervarix und Gardasil 9.
  • Die Impfquoten in Deutschland sind noch sehr niedrig: Rund 55 Prozent der Mädchen und gerade einmal 36 Prozent der Jungen bis zu ihrem 15. Lebensjahr gegen HPV geimpft.
  • Das Ziel von Europas Plan gegen Krebs ist eine Impfquote von 90 Prozent bei Mädchen bis 2030.
  • Einige Fachleute glauben, dass ein solches Ziel umsetzbar ist, aber andere sind skeptisch.
  • Es gibt öffentlich finanzierte HPV-Impfprogramme für Kinder in Ländern wie Kanada.
  • Die HPV-Impfung muss nicht nur vor vielen Varianten schützen, sondern auch kostengünstig und gut lagerbar sein.
  • Die bisherige HPV-Impfung ist wirksam, aber sie verdrängt die Virusvarianten, gegen die sie gerichtet ist, und ermöglicht es anderen Varianten, sich in der Bevölkerung zu verbreiten.
  • Es gibt eine relative Zunahme der Diversität anderer HPV-Typen, auf die der Impfstoff nicht abzielt.
  • Die HPV-Varianten können sich gegenseitig verdrängen, aber dies bedeutet noch nicht, dass damit automatisch mehr Krebserkrankungen auftreten werden.