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Spannung am Martin-Luther-Gymnasium: Wird der Essensanbieter bleiben?
Die Schüler, Eltern und Lehrer des Harthaer Martin-Luther-Gymnasiums sind mit ihrem Essensanbieter DLS Dienstleistungs- und Service GmbH aus Radeberg…
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Fakten
- Die Schüler, Eltern und Lehrer des Harthaer Martin-Luther-Gymnasiums sind mit ihrem Essensanbieter DLS Dienstleistungs- und Service GmbH aus Radeberg zufrieden.
- 267 Eltern, 140 Schüler und 25 Lehrer haben sich für den Erhalt von DLS ausgesprochen.
- Die Verwaltung des Landratsamtes hatte Ende 2025 das Catering für vier Schulen neu ausgeschrieben.
- Der Auftrag an den neuen Caterer wurde am Montag zur Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses in Freiberg vergeben werden sollen.
- Die Ausschreibung ist notwendig, um alle Schulen in Trägerschaft des Landkreises nach und nach auf einheitliche Füße zu stellen.
- Viele Verträge seien sehr alt, historisch gewachsen und könnten nicht beliebig verlängert werden.
- Die Anbieter zahlen nichts für die Raumnutzung.
- Eine Ausschreibung alle drei bis vier Jahre sei in der öffentlichen Verwaltung üblich.
- In allen Einrichtungen sollen stufenweise die DGE-Vorgaben eingehalten und Essen zu angemessenen Preisen angeboten werden.
- Die Kommunikation mit den Schulen vor der Ausschreibung nicht optimal gelaufen sei.
- Das Landratsamt stellt den Caterern die Räume für die Essenausgabe zur Verfügung.
- Die Betreiber müssen die Nebenkosten wie Wasser und Strom tragen, die in einer Einrichtung exorbitant hoch ausfallen.
- Der Kreis als Träger bisher versäumte es, einen Unterzähler einzubauen, um den Energiebedarf der Küche exakt zu ermitteln.
- Die Speisezubereitung in Hartha nicht möglich ist, da baulich nicht zulässig.
- Ein fehlender Fettabscheider, ungeeignete Abflüsse und kalkhaltiges Wasser sind die Gründe dafür.
- Am Harthaer Gymnasium besteht ein massives Interesse, dass der Anbieter bleibt.
- Der Kreisrat Sven Weißflog plädierte für ein Aussetzen des Beschlusses für ein Jahr.
- Die Stadt Döbeln hat sich mit Vertretern der Schulkonferenz an einen Tisch gesetzt und Kriterien festgelegt.
- Die Essensversorgung der Schüler kein Randaspekt, sondern eine Notwendigkeit im Schulalltag des Gymnasiums ist.
- Viele Schüler verlassen gegen 6 Uhr das Elternhaus und kommen erst gegen 17 Uhr zurück.
- Für sie ist das Mittagessen ein wesentlicher Bestandteil der Ernährung.
- Ein Zuschlag an einen Anbieter mit stark standardisierter Massenproduktion wird zwangsläufig qualitative Unterschiede mit sich bringen.
- Die Transparenz für die von der Landkreisverwaltung getroffene Entscheidung fehlt dem Harthaer Gymnasium.
- Sollten das bauliche Zwänge sein, dann verweise ich darauf, dass der Mensabereich erweitert werden sollte.
- Das Vorhaben wurde seit zehn Jahren immer wieder verschoben.
- Hier handelt es sich um ein hausgemachtes Problem.
- Die Nutzer wurden nicht in den Entscheidungsprozess eingebunden.
- Nach unseren Informationen wurde bei der Vergabe der Preis zu 60 Prozent gewichtet.
- Das halten wir für fragwürdig, weil sich das auf die Qualität der Schulverpflegung auswirken wird.
- Die Qualität des Schulessens ist ein Standortfaktor.
- Ein spürbarer Qualitätsverlust könne die Attraktivität der Schule beeinträchtigen.
- Die Essensversorgung ist ein sensibles Spannungsfeld.
- Die Speisen sollen schmecken und die Eltern finanziell nicht außerordentlich belastet werden.
- Der Landrat Sven Krüger sagte, bei einer Ablehnung des neuen Anbieters sei mit dessen Widerspruch und eventuell Schadensersatzforderungen an das Landratsamt zu rechnen.
- Würden die notwendigen Arbeiten an der Schulküche in Hartha umgesetzt, gehe der Bestandsschutz verloren und es könnte zu brandschutztechnischen Forderungen kommen.
- Der Landrat schlug vor, die Vergabe für die Essensversorgung für das Harthaer Gymnasium zu verschieben.
- Dem stimmten die Kreisräte mehrheitlich zu.
- Sven Liebhauser meinte, dass trotz Risiko das richtige Signal ist.