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Iran: Glauben im Gottesstaat – etliche Religionen werden unterdrückt
Seit 1979 ist der Iran eine Islamische Republik. Das Land hat etwa 90 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner, offiziell bekennen sich mehr als 98 Pro…
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Fakten
- Der Iran ist eine Islamische Republik seit 1979.
- Etwa 98 Prozent der iranischen Bevölkerung bekennen sich zum Islam.
- Nur etwa zehn Prozent der Muslime im Iran sind Sunniten.
- Die schiitische Konfession ist die überwiegende Teil der iranischen Bevölkerung.
- Es gibt in dem Gottesstaat viele religiöse Minderheiten, darunter Juden, Christen und Zoroastrier.
- Der Schiismus wird als Staatsreligion in der Verfassung der Islamischen Republik Iran definiert.
- Die Existenz vorislamischer Religionen kann toleriert werden, aber andere monotheistische Religionen nicht.
- Das Regime erkennt Juden und Christen offiziell als religiöse Minderheiten an, aber Polytheisten oder Atheisten nicht.
- Die größte religiöse Minderheit im Iran ist die Bahai-Gemeinschaft mit rund 300.000 Anhängern.
- Das Christentum ist eine weitere religiöse Minderheit im Iran, mit etwa 250.000 Anhängern.
- Die Zoroastrier sind eine monotheistische Religion, die in der Region seit der Zeit der Babylonier existiert.
- Das Judentum ist eine weitere religiöse Minderheit im Iran, mit weniger als 20.000 Anhängern.
- Die drei anerkannten religiösen Minderheiten – Christen, Zoroastrier und Juden – dürfen insgesamt fünf Abgeordnete ins Parlament entsenden.
- Für die anerkannten Glaubensgemeinschaften gilt ein eigenes Familien-, Ehe-, Scheidungs- und Adoptionsrecht.
- Wer sich zu einer der offiziellen Minderheitenreligionen bekennt, kann nicht jeden Beruf ergreifen.
- Der Zugang zu Bildung für die anerkannten religiösen Minderheiten ist faktisch eingeschränkt.
- Die Jesiden und andere religiöse Minderheiten werden von dem Regime als 'Teufelsanbeter' und Heiden brandmarkt.
- Es gibt keine gesicherten Erkenntnisse über die Mandäer, eine weitere religiöse Minderheit im Iran.
- Islamische Mystiker (Sufis) stehen für das Regime stets im Verdacht, Ketzereien zu verbreiten.
- Die schiitische Mehrheit hat einen weitaus höheren Anteil an offiziellen Stellen im Iran als die Sunniten.
- Die Sunniten können ihren Glauben nicht völlig gleichberechtigt zur schiitischen Mehrheit ausüben.
- Es gibt in Teheran kein einziges Gotteshaus, in dem die sunnitische Bevölkerung ihren Traditionen entsprechend beten kann.
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