None

Angst, Luxus und Zensur: Wie deutsche Social-Media-Stars den Iran-Konflikt verschweigen

365 Tage Sonne im Jahr, traumhafte Strände – und eine Sicherheitslage, von der Deutschland angeblich nur träumen kann: So sieht das Bild aus, das deu…

Fakten

  • Der Iran hat US-Verbündete im Nahen Osten angegriffen.
  • Die Angriffe umfassten nicht nur amerikanische Militärbasen, sondern auch zivile Einrichtungen.
  • Eine iranische Drohne stürzte auf den Flughafen von Dubai.
  • Berühmte Sehenswürdigkeiten wie das Luxushotel „Fairmont The Palm“ und das „Burj Al Arab“ wurden von Drohnen oder Trümmern getroffen.
  • Es gab zwei Verletzte, der Luftraum ist geschlossen.
  • Die Bundesregierung will deutsche Touristen jetzt mit Chartermaschinen aus dem Nahen Osten zurückholen.
  • Darstellungen der Behörden Dubais wichen zum Teil deutlich von dem ab, was auf Videos in sozialen Medien zu sehen war.
  • Ein Immobilien-Influencer postete ein Video, das sich im Wortlaut zum Teil gleicht mit anderen Videos, die sich ähnlich ausdrücken.
  • Ein Investmentbanker behauptete, dass Dubai alles „glimpflich“ abgelaufen sei und dass die Chance, in Deutschland abgestochen zu werden, höher sei als die Gefahr.
  • Eine Motivations-Influencerin verwies auf die angeblich hohe Kriminalitätsrate in Deutschland und erklärte, dass die Angriffe US-Stützpunkten gelten, nicht Dubai selbst.
  • Ein junger Mann leugnete die Einschläge im Zentrum gar komplett und sagte, dass jede einzelne Rakete abgefangen wird.
  • Videos, die man in den sozialen Medien sieht, seien „Fake News“.
  • Deutsche Influencerinnen und Influencer versuchen offenbar gezielt zu beschwichtigen.
  • Die Plattform Instagram wird seit dem Wochenende von Videos regelrecht geflutet, die sich im Wortlaut zum Teil gleichen.
  • Ein Esoterik-Influencer sagte, dass sie nichts posten dürfen, weil es hochste Strafen gibt, wenn man Brände oder Ähnliches zeigt.
  • Es gibt Gesetze, die die Verbreitung von Gerüchten verhindern sollen.
  • Influencerinnen und Influencer in Dubai müssen sich an bestimmte Richtlinien halten, wie das National Media Council angegeben hat.
  • Wer sich an diesen Richtlinien hält, hat Aussicht auf Gratisreisen, üppige Feste auf Staatskosten und ein „Taschengeld“.
  • Wer es nicht tut, bekommt womöglich Sanktionen zu spüren.
  • Der Emirat Dubai dürfte vorauseilenden Gehorsam gegenüber den Influencern haben, oder schlicht die Angst um das eigene schillernde Luxusleben.
  • Die Location ist Dubai im Vereinigten Arabischen Emirat.