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Dresdens Nachtleben: Varietés, Tanzsäle und Kinos im Wandel der Zeit
Die Dresdner sind gern unterwegs. Das haben sie auch am Stadtfest-Wochenende Mitte August gezeigt, als eine halbe Million Menschen auf den Beinen war…
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Fakten
- Die Dresdner sind gern unterwegs.
- Vor dem Krieg gab es in der Innenstadt keinen Mangel an Gaststätten, Café-Häusern, Tanzsälen, Kinos und Varietés.
- Carl August Thieme eröffnete 1870 das erste Varieté-Theater mit internationalen Programmen in Dresden.
- Das erste Varieté-Theater mit elektrischer Beleuchtung in Deutschland überhaupt war der Victoria-Salon.
- Der Victoria-Salon wurde 1898 zu einem Nobelvarieté, wo alles gastierte, was Rang und Namen hatte.
- Ab 1903 gab es am Schluss des Varieté-Programms eine 10- bis 15-minütige Filmvorführung.
- 1915 folgten im Victoria-Salon nachmittags reine „kinematografische Veranstaltungen“.
- Die Ufa-Filmtheater AG Berlin übernahm die Geschäfte des Victoria-Salons 1918.
- Während der Luftangriffe 1945 wurde das Gebäude zerstört.
- Um 1900 gab es in Dresden mindestens zwölf Varietés, bis 1925 stieg die Zahl auf etwa 40.
- Viele Cafés wurden am Abend zu Tanzbars.
- Der Architekt Martin Pietzsch baute zwischen 1911 und 1913 die Union-Theater-Lichtspiele (U.T.-Lichtspiele) mit dem Regina-Palast im Untergeschoss.
- Die artistischen Darbietungen wie Wurfakrobatik und Drahtseilkombinationen hatten Zirkusformat.
- Berliner Kabarettisten kamen gern in die Waisenhausstraße.
- Das Regina zählte wohl zu den bekanntesten Adressen bei den Tanzkabaretts, galt als relativ preiswert und war auch für einfache Leute erschwinglich.
- Die Dresdner hatten ab 1916 regelmäßig die Möglichkeit, im Tanzpalais Barberina auf der Prager Straße zu tanzen.
- Das „Vaterland“ (ab 1937 „Frascati“) lockte mit Kleinkunst, internationalalem Touch und gepflegter Tanz- und Caféhausmusik.
- An der Seestraße 1 hatte sich in der ersten und zweiten Etage Anfang der 1920er-Jahre das Cabaret Altmarkt niedergelassen.
- Das Cabaret Altmarkt legte sich 1938 den klangvollen Namen „Esplanade“ zu.
- Das Belvedere-Cabaret auf der Brühlschen Terrasse war der Treff der besseren Gesellschaft und bis 1912 die künstlerisch bedeutendste Cabaret-Adresse von Dresden.
- Der Tivoli-Palast auf der Wettiner Straße oder das Trocadero-Cabaret des Zirkus Sarrasani waren weitere bekannte Theatern in Dresden.
- Die Unterhaltung fasste nach dem Krieg wieder Fuß mit dem Volksvarieté im Kino Schauburg und im Ballhaus Watzke.
- Bis 1952 gab es wieder etwa 15 Varietés in Dresden.
- Das Café Prag am Altmarkt überlebte als einziges Tanzvarieté.
- Die Stadt Dresden liegt in Deutschland.