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Senioren als „Cashcows“ in Psychiatrien gefangen: Riesiger Versicherungsbetrug in China aufgedeckt

Regelmäßig plagen Korruptionsfälle das chinesische Gesundheitssystem, doch der jüngste Skandal ist an Grausamkeit kaum zu überbieten: Mehrere psychia…

Fakten

  • Die chinesische Provinz Hubei ist betroffen.
  • Es gibt mehrere psychiatrische Kliniken in der Provinz Hubei, die als 'Cashcows' genutzt werden.
  • Die Kliniken haben Senioren als 'Langzeitpatienten' rekrutiert und sie unter dem Versprechen von kostenlosen Unterkunft und Verpflegung gemolken.
  • Der Pekinger Tageszeitung 'The Beijing News' hat den Missstand aufgedeckt.
  • Die Enthüllung offenbarte einen der größten Fälle von Versicherungsbetrug in der jüngeren Geschichte des Landes.
  • Gezielt haben die Kliniken ihre Opfer in den umliegenden Dörfern geworben, insbesondere greise Männer und Frauen, die wenig mobil waren.
  • Ärzte haben falsche Diagnosen ausgestellt und Behandlungsmethoden empfohlen, auch wenn die zugehörigen Leistungen nie erbracht wurden.
  • Das medizinische Personal wandte teils brutale Foltermethoden an, wie Tritten oder Prügeln mit Wasserrohren.
  • Mindestens eine Person soll Suizid begangen haben, nachdem sie gegen ihre Zwangseinweisung keine Berufung einlegen konnte.
  • Die Zahl psychiatrischer Kliniken in der Provinz Hubei ist laut lokalen Medien über zehn Mal höher als im Landesdurchschnitt.
  • In der Region um Xiangyang gibt es über zehn psychiatrische Kliniken, was das Landesdurchschnitt mehr als zehnfacht so hoch macht.
  • Die Zentralregierung hat angeordnet, dass eine flächendeckende Untersuchung durchgeführt wird, wohl auch, weil die Partei einen öffentlichen Diskurs zu lassen lässt.
  • Die meisten Betrugsfälle erreichen indes selten das Licht der Öffentlichkeit.
  • Es kommt immer wieder vor, dass Ärzte auf Schmiergeldzahlungen bestehen, wenn sie Patienten behandeln sollen.
  • Große Krankenhausketten geben oft geheime Verträge mit Pharmaunternehmen ein, um ihren Patienten gezielt deren Medikamente zu verschreiben.